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Einst trug unser Gasthof am Ortseingang von Oberems wie so viele Herbergen jener Zeit den Namen „Zum Deutschen Kaiser“.

Da die Gaststube im Taunus vor knapp 150 Jahren gegründet wurde, war damit vermutlich der alte Kaiser Wilhelm I. gemeint.
Der Monarch und sein Sohn sind längst vom Wind der Geschichte verweht, der Gasthof aber zeigt sich bis heute auch in Zeiten des Strukturwandels immer noch quicklebendig.

Maßgeblichen Anteil an der langen Erfolgsgeschichte hat die Eigentümerfamilie Seel, die den Betrieb nunmehr in der dritten
Generation mit großem Engagement führt, wie es für Familienunternehmen gute Tradition ist.
Nach Karl Seel und dessen Sohn Fritz Seel, leitet ich, Roland Seel, bereits seit
1975 die Hotel-Pension und Gasthaus. Ich bin der jüngste von insgesamt neun Kindern.

Neben dem Gasthaus hatte mein Vater Fritz Seel zusätzlich noch eine Schmiede und etwas Landwirtschaft.
Immer wieder fuhr er auch über die Dörfer und machte Musik zu den diversen Festen. Wir Kinder mussten überall kräftig mit anpacken.
Ich wollte ursprünglich einmal Elektriker werden und hatte eine entsprechende Ausbildung absolviert.
Als sich später herausstellte, dass der eigentlich vorgesehene Nachfolger den Betrieb nicht übernehmen konnte, rief für mich in meinen damals noch jungen Jahren die Pflicht.
Nach Übernahme des Gasthofes investierten wir in den Ausbau des Anwesens. So entstanden der heutige Hotelkomplex mit 36 Betten und eine unterirdisch gelegene Kegelbahn, die 2017 in einen Schießstand umgebaut wurde. Den alten Festsaal aus dem Jahr 1913 mit Gäste-Empore, in dem damals viele Tanzveranstaltungen stattfanden, gestalteten wir in einen großen Speisesaal um. Das war der richtige Schritt, denn auf diese Weise konnten wir vermehrt Reisegruppen oder Gäste für private Veranstaltungen, wie Hochzeiten, Geburtstagsfeiern sowie Betriebsfeiern und viele neue Stammgäste von außerhalb hinzu gewinnen, die obendrein für eine
gute Belegung des Hotels sorgten.

Neben der über den Hochtaunus hinaus anerkannten heimisch-regionalen Küche u. a. mit Wildgerichten und frisch gefangenen Forellen machte sich Roland Seel auch mit einem abwechslungsreichen und anspruchsvollen Veranstaltungsangebot einen Namen.

Immer wieder traten im „Deutschen Haus“ bekannte Show-Größen auf wie 2. B. Moderator Dieter-Thomas Heck, Bariton-Sänger Riego Gambini, Unterhaltungskünstler wie Rolf Best und Fred Mauritz oder Musiker wie Lothar Piel.
Für den Nele Neuhaus Film „Schneewittchen muss sterben“ und für die TV-Serie „Ein Fall für Zwei “ mit Detektiv Matula fanden
schon zweimal Filmaufnahmen in der Gaststube statt.

Und zuletzt war Ende Oktober mit Franz Lambert zum wiederholten Male ein alter Freund des Hauses und begnadeter sowie international berühmter Orgelspieler zu Gast und verzauberte daß Publikum mit
seinem legendären „Lambert-Sound“.

Zur Spezialität des Hauses gehören auch zünftige Grillabende in einer gemütlichen „Kota“ im finnischen Baustil – eine kleine sechseckige Hütte mit bequem gepolsterten Holzbänken und einem Esstisch in der Mitte, der nach Entfernen der Tischplatte als Grill genutzt werden kann.

An warmen Frühlings- und Sommerabenden, dreht sich dann vor der „Kota“ so manch krosses Spanferkel am Spieß.
An Weihnachten – und in den Advents und Festwochen bieten wir wieder unsere leckeren Gänsebraten an.

Roland Seel